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Unsere gegenwärtige Wirtschaftsweise ist geprägt von Gewinnstreben, Konkurrenzdenken, Wettbewerb, Individualismus und Eigennutz, Wachstumszwang, Rationalisierung und Massenproduktion. Das hat Folgen auf verschiedenen Ebene:

GEFÄHRDUNG des SOZIALEN FRIEDENS
Die Jagd auf Rohstoffe und Ressourcen führt zu immer neuen Konflikten.
Der Irakkrieg 2003 und die Intervention in Libyen 2011 sind Beispiele dafür.
Auch im Kleinen, auf der persönlichen Ebene, wirkt sich unsere Wirtschaftsweise auf den sozialen Frieden aus. Früh erlernen wir das Konkurrenz- und Leistungsprinzip. Diese erschweren ein kooperatives Miteinander, Fürsorge und sozialen Zusammenhalt.

GEFÄHRDUNG der DEMOKRATIE
Interessenverbände der Wirtschaft sind sehr gut organisiert und verfügen über viel Kapital, was ihnen wiederum einen erheblichen Einfluss auf politische Entscheidungen ermöglicht. Absprachen werden in Hinterzimmern getroffen, sind nicht transparent und demokratisch nicht legitimiert.
Um Wirtschaftswachstum zu erreichen und die staatlichen Haushalte zu entlasten, wird immer häufiger auf Privatisierung und Kommerzialisierung zahlreicher Sphären des öffentlichen Lebens gesetzt. Mobilität, Bildung, Energieversorgung, Telekommunikation, Freizeit und Kulturbereiche sind davon betroffen. Die dadurch entstehenden höheren Preise führen oft zum gesellschaftlichen Ausschluss verschiedener Gruppen. Das ist mit dem demokratischen Prinzip der Teilhabe nicht vereinbar.

Ein wichtiges Prinzip dabei ist die Idee des Wachstums. Wirtschaftswachstum ist ein wesentliches Ziel staatlicher Wirtschaftspolitik. Das Wachstums- und Stabilitätsgesetz von 1967 verpflichtet alle Bundesregierungen ihre Politik an der Steigerung des BIPIndikator des Wirtschaftswachstums ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Das BIP steigt, wenn mehr Waren und Dienstleistungen produziert und konsumiert werden als im Vorjahr. auszurichten. Aktuellere Gesetze, wie das Wachstumsbeschleunigungsgesetz (2009) und der EU-Stabilitäts- und Wachstumspakt zeigen, dass dieses Ziel kein alter Schuh ist, sondern nach wie vor auf allen Ebenen Europas verfolgt wird.
Dabei ignoriert diese Politik alle Zweifel an der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit dieser Maßnahmen, welche seit Jahrzehnten von namhaften Wissenschaftlern geäußert werden. Schon 1972 hat der Club of Rome in seinem berühmten Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ diese Politik kritisiert. 40 Jahre nach diesem Bericht hat der Club of Rome in einer neuen Studie seine Kritik bekräftigt und bekommt dabei Unterstützung aus zahlreichen Bereichen. Die neue Studie kritisiert außerdem, dass der Glaube an den freien Markt mittlerweile zu einer Religion in den westlichen Staaten geworden ist. Für fast alle Unternehmen bedeutet Wirtschaftswachstum die Lösung vieler Probleme. Doch ranken sich einige Mythen um den Begriff:

Während der Heldentage wollen wir uns folgende Fragen stellen: Wie will ich mein Leben gestalten? Was macht mich eigentlich glücklich? Lebe ich danach? Welche Bedürfnisse habe ich wirklich? Wie möchte ich meinen Kindern und Enkeln die Welt hinterlassen? Lohnen sich Müllberge? Ist Urwaldsterben effektiv? Was hat Rüstungsindustrie mit gesellschaftlichem Wachstum zu tun? Ist unser heutiges Verständnis von Wirtschaft zukunfstfähig? Wenn wir es schaffen, die richtigen Impulse zu geben, kann auch ein gesellschaftlicher Wandel stattfinden, der viele Arten von Wachstum kennt, keine Angst vor Erholungspausen hat und dabei ressourcenschonender und klimafreundlicher ist. Fangen wir an zu hinterfragen.